Umwelt

Zur Erreichung der auf nationaler- und internationaler Ebene gesteckten Ziele zum Klimaschutz müssen auch Kommunen bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern wollen wir daher unserer Vor- und Leitbildfunktion gerecht werden. Kommunaler Klimaschutz beginnt für uns in der Verwaltung.

Was die Stadt machen kann

Wir möchten, dass die Stadt in Zukunft die Dächer ihrer Gebäude zur Gewinnung von Sonnenenergie nutzt und selbst mit gutem Beispiel rund um das Thema Umwelt und Klima vorangeht. Bei jeder Entscheidung und Maßnahme soll in Zukunft evaluiert werden, wie man diese so umweltfreundlich wie möglich umsetzen kann. Dies schließt auch den Bau des neuen Rathauskomplexes mit ein. Hier möchten wir, dass recycle-fähige Materialien eingesetzt werden und der CO2 Ausstoß minimiert wird. Städtische Neubauten sollen wenigstens Nullenergiehäuser sein. Die Sanierung im privaten Bestand wird massiv gefördert. So wird die Erstellung von Quartierskonzepten vom Bund mit 75 % gefördert. Das Land Niedersachsen fördert weitere 15%. Der Landkreis fördert die Erstellung von entsprechenden Vorstudien. Diese und ähnliche Möglichkeiten wollen wir ausnutzen und unseren Bürgern zur Seite stehen auf dem Weg in die CO2-neutrale Zukunft

Mehr Eimer für den Müll

In Papenburg werden überfüllte Mülleimer immer mehr zum Problem. Dies liegt zum einen daran, dass zu wenige vorhanden sind, zum anderen aber auch daran, dass die vorhandenen
Behälter zu selten geleert werden. Wir werden uns dafür einsetzten, dass im gesamten Stadtgebiet mehr Mülleimer aufgestellt werden und die Leerungsvorgänge vermehrt stattfinden. Zudem wollen wir uns dafür einsetzen, das künftige Entsorgungsbehälter mit einem Auffangmodul für Zigaretten
ausgestattet werden. Eine ergänzende Maßnahme, um zu verhindern, dass Müll durch die Straßen von Papenburgweht, soll sein, dass die Mülleimer mit Abdeckungen ausgestattet werden.

Sammelringe für Pfandflaschen

Leider gehört es zur Realität dazu, dass einige Menschen in unserer Stadt darauf angewiesen sind, Pfandflaschen zu suchen und zu sammeln. Wir möchten verhindern, dass sich die Betroffenen dabei verletzen. Deshalb werden wir die städtischen Mülleimer mit PfandSammelringen ausstatten.

Wildblumenwiesen

Wir möchten künftig städtische, nicht weiter genutzte Grünflächen mit Wildblumen bestücken. So wollen wir unseren Beitrag gegen das Insektensterben leisten. Aber nicht nur vorhandene Grünflächen sollen hierfür genutzt werden, sondern auch neu geschaffen werden, z.B. auf Bushaltestellen.

Abfallvermeidung bei Veranstaltungen

Genehmigungen für kommerzielle Veranstaltungen im öffentlichen Raum werden in Zukunft nur erteilt, wenn der Veranstalter ein Konzept zur nachhaltigen Abfallvermeidung vorlegen
kann, z.B. durch die Nutzung von Mehrweg- statt Einwegverpackungsmaterial.

Nachhaltige Verpackungswirtschaft

Wir möchten in Kooperation mit der Essens- und Restaurantwirtschaft in Papenburg eine nachhaltige Verpackungswirtschaft etablieren. Wenn alle an einem Strang ziehen, können wir damit nicht nur Plastik einsparen, sondern langfristig auch die Verpackungskosten für die Betreibenden senken

Moor muss nass

Moore sind ein besonders schützenswerter Naturraum. Dies insbesondere auch für den Klimaschutz. Moore speichern doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Welt, sie bedecken aber nur 3% der Erdoberfläche. Entwässerte Moore geben diesen Kohlenstoff als CO2 ab und es entweicht zudem klimaschädliches Lachgas. Ein Hektar entwässertes Moor
erzeugt pro Jahr die gleiche Treibhausgasemission wie dreimal um die Welt zu fliegen.

Wir wollen die Entwässerung unserer Moore reduzieren, wo wir sie nicht stoppen können. Das ist außerdem aktiver Brandschutz und kann helfen die Papenburger Viehwirtschaft gegen
zukünftige Dürreperioden mit feuchten Mähwiesen abzusichern.

Der Eintrag von Nährstoffen in die Moore muss zudem reduziert werden. Insbesondere auch hierfür möchten wir moorschonendere Bewirtschaftungsmethoden fordern und die bereits vorhandenen Förderungsmöglichkeiten, wie beispielsweise im niedersächsischen Förderprogramm “Klimaschutz durch Moorentwicklung“ nutzen und über diese informieren.

Bäume pflanzen statt fällen

Wir werden dafür sorgen, dass im Papenburger Stadtgebiet mehr Bäume gepflanzt werden. Unser Ziel ist es, einen Geburtenwald zu schaffen, in dem für jedes Neugeborene ein Baum gepflanzt wird. Außerdem sollen Industrielle-/ Lärmausgleichsflächen künftig bepflanzt werden.

AG Klimaneutral

Um Papenburg in Zukunft klimaneutral zu gestalten, möchten wir einen breiten Dialog von Verwaltung, Wirtschaft, Bevölkerung und externen Experten etablieren. Hierfür werden wir
die Arbeitsgemeinschaft Klimaneutral gründen. Im Klimaschutzkonzept aus Februar 2015 hat sich die Stadt Papenburg verpflichtet, die Einhaltung der bundes- und landesweiten Klimaschutzziele zu unterstützen. Wir wollen in den nächsten 10 Jahren den CO2-Ausstoß der Stadt Papenburg halbieren. Energieeffizientes Bauen soll besonders gefordert und gefördert werden, beispielsweise durch Vorrang in der Bearbeitung solcher Bauanträge und ggf. durch Anpassungen an Bauleitplanung. Wir stellen einen dauerhaften Klimamanager für Papenburg ein.

Dauerhaftes CO2-Monitoring

Wenn Papenburg CO2 neutral werden möchten, müssen wir erst einmal den aktuellen Stand der Dinge festhalten. Deshalb möchten wir ein städtisches CO2-Monitoring einführen. Die aktuellen Ausstöße und der künftige Verlauf sollen genau festgehalten werden.

Wassermanagement und Verkrautung der Kanäle

Die Kanäle unserer Stadt verleihen ihr einen ganz besonderen Charme. Viele Papenburger:innen würden gerne wieder mit dem (Schlauch-)Boot durch unsere Kanäle schippern und so unsere Stadt aus einem neuen Blickwinkel erkunden. Wir wollen dies ermöglichen! Das Verkrauten der Kanäle ist jedoch ein Problem. Hier setzen wir uns für eine nachhaltige Lösung ein. Die heißen und trockenen Sommer haben gezeigt, wie wichtig eine funktionierende Wasserhaltung ist. Das hat auch der Landkreis erkannt. Nötige Maßnahmen werden wir bestmöglich unterstützen. Auch eigene Konzepte wollen wir gemeinsam mit Expert:innen erarbeiten und umsetzen.

Abkühlung an heißen Tagen

Vor allem während der heißen Sommermonate ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig. Darum möchten wir den Menschen vor Ort kostenloses Trinkwasser zur Verfügung stellen. Dies soll durch Trinkbrunnen am Hauptkanal aber auch an anderen zentralen Orten gesehen.