Das Macher:innen Zentrum

Menschen, ihre Netzwerke, die Identität der Region und all die natürlichen und technologischen Grundlagen sind die eigentlichen Schätze ländlicher Räume, die meist leider
übersehen bzw. kaum genutzt werden. Sie bilden die Grundlage, auf der sich eine Region für die Zukunft aufstellen und ein Innovationsraum werden kann.

Kreativität und Innovation sind unverzichtbare Elemente einer erfolgreichen Entwicklung des ländlichen Raums, um die Herausforderungen der heutigen Zeit zu meistern. Sie tragen zum
wirtschaftlichen als auch zum gesellschaftlichen und persönlichen Wohlergehen bei. Die Entwicklung des ländlichen Raums ist auf die Kompetenz, Motivation und Ideen der Menschen
angewiesen, die auch dort leben.

Ein Ort, so viele Möglichkeiten

Papenburg ist seit diesem Jahr Hochschulstandort. Dieses Potential wollen wir weiter fördern und auch voll ausnutzen. Perspektivisch wollen wir nicht nur dabei unterstützen, weitere
Studiengänge nach Papenburg zu holen, wir wollen auch rund um den Campus ein kreatives Gründungsökosystem schaffen. Hier sollen sowohl Studierende als auch gründungsaffine
Menschen zusammenkommen, um mittels innovativer Ideen Papenburg zukunftsfähig zu gestalten. Hierfür möchten wir ein Macher:innenzentrum in unserer Stadt etablieren.

Am Campus sollen Plattformen der technischen Entwicklung für Innovation und Erfindung, die die Gesellschaft als Ganzes einladen, innovativ tätig zu werden. Diese Plattformen nennt man
auch „Maker Spaces“. Gerade in ländlichen Räumen können solche Plattformen zu einem intelligenten und inklusiven Wachstum beitragen, indem sie regionale Ungleichheiten mit Innovationen ausgleichen. „Maker Spaces“ bieten den Nutzer:innen einen Raum zur kreativen Verwirklichung. Es stellt Werkzeuge, Gerätschaften und auch modernste Technik zur Verfügung. Es ist der perfekte Nährboden für gänzlich neue Ideen und Denkweisen.

Innovative Ideen haben die Chance, in den sogenannten „Accelerator“ aufgenommen zu werden. Hier erhalten Start-Ups in einem bestimmten Zeitraum durch intensive Beratung und
Betreuung und weiteren Ressourcen wertvolles Wissen, um die Unternehmensidee zu einem marktreifen Produkt oder einer Dienstleistung umzusetzen. Gemeinsame Arbeitsplätze, auch „Co-Working Spaces“ genannt, können im neuen Macherzentrum angemietet werden. Sie tragen dazu bei, den interdisziplinären Austausch unter Gründungsinteressierten zu fördern. Wir möchten für die Macher:innen Räumlichkeiten zu Verfügung stellen um verschiedene Veranstaltungen durchzuführen. Egal ob Projektvorstellung oder Denkfabrik das Event Space soll es möglich machen.

Das Zentrum ist dabei eng mit den am Campus Papenburg angebotenen Studiengängen
verzahnt. Außerhochschulische Gründungsinteressierte können Mitglieder werden und so
ebenfalls die Vorteile des Zentrums nutzen.

Mit dem Zentrum wird angestrebt, einen positiven Gründergeist und Gründungskultur breit, sichtbar und nachhaltig zu entwickeln. Ein zentrales Augenmerk liegt in der tieferen
Vernetzung der gründungsunterstützenden Strukturen im regionalen Umfeld. In der Region existieren bereits vielfältige Gründungsunterstützungsstrukturen. Es fehlt allerdings bislang an einer Abstimmung der Angebote aufeinander und einer Vernetzung der Akteure untereinander. Alle relevanten gründungsunterstützenden Akteure der Region sollen identifiziert und von einer aktiven Mitarbeit überzeugt werden. Damit soll gewährleistet werden, dass gründungsrelevate Unterstützung zeitnah und komplementär den Gründer:innen zur Verfügung gestellt wird. Beispiel hierfür sind Finanzierung, Kundenkontakte, Labornutzung externer Einrichtungen oder weiterführende juristische Beratung. Diese Vernetzung erhöht auch die Verbundenheit der Gründer:innen mit der Region und die Chance, dass sich die Unternehmen regional ansiedeln.