Senioren der SPD beeindruckt von Tätigkeit des Bauvereins

Papenburg, 27.02.2018: Die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus Papenburg (SPD-AG60+) besuchte den Bauverein in Papenburg, um sich über seine Mietwohnungen zu informieren. Marita Siebrands, hauptamtliche Vorsitzende, und Theo Leffers, nebenamtliches Vorstandsmitglied stellten den Bauverein vor. Er ist eine Vermietungsgenossenschaft mit einem eigenen Wohnungsbestand von ca. 600 Wohnungen in den Stadtteilen Papenburg-Untenende und Papenburg-Obenende.

Foto: AG60+-Besuchsgruppe beim Bauverein (von links Theo Leffers, Bauverein, Peter Raske, Vorsitzender der AG60+, 4. von links Marita Siebrands)

Der Bauverein arbeitet als Genossenschaft seinen Mitgliedern verpflichtet, nicht gewinnorientiert. Er hat 972 Mitglieder und bewirtschaftet 615 Wohnungen: davon 85 Seniorenwohnungen, 494 befinden sich am Untenende und 121 am Obenende. Zur Zeit werden an der Langeooger Straße 17 barrierefreie Mietwohnungen mit einem Gemeinschaftsbereich für die Mieter und neue Verwaltungsräume für den Bauverein mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 3,7 Mio. Euro errichtet.
Sorgen bereiten dem Bauverein Kostensteigerungen im Wohnungsbau. Strenge Anforderungen des Gesetzgebers für Neubauten und energetische Sanierungen und die gute Auftragslage der Bauwirtschaft sorgen für eine stetige Kostensteigerung. Da ist es eine Herausforderung den Spagat zwischen hohen Baukosten auf der einen Seite und „bezahlbaren Mieten“ auf der anderen Seite hinzubekommen. Außerdem hat der Landkreis für Papenburg die Wohngeldobergrenze für anzuerkennende angemessene Unterkunftskosten so niedrig angesetzt, Wohngeldempfänger kaum noch Mietwohnungen zu diesen Bedingungen finden.
Bei der anschließenden Diskussion stellte man gemeinsam fest, dass die Situation des Wohnungsmarktes im preisgünstigen Segment in Papenburg ist äußerst angespannt ist. Hinzu kommt, dass sich die Wohnungsbelegungsbindungen von Jahr zu Jahr für den sozialen Wohnungsbau verringern.
Ohne günstige Baugrundstücke lassen sich kaum noch Sozialwohnungen für Mieter mit Wohnberechtigungsschein herstellen. Aus diesem Grund plädiert die AG60+ dafür, dass die Stadt zusammen mit dem Bauverein in die Förderung des sozialen Wohnungsbaus einsteigt, in dem sie bei Ausweisung von Neubaugebieten dem Bauverein Grund einen festen Anteil von Baugrundstücken zur freien Verfügung stellt.