SPD-AG60plus zeigt sich überzeugt vom Ausbildungskonzept der Berufsfachschule-Altenpflege der Stiftung des Marienhospitals

Papenburg, 30.05.2017: Jürgen Kothe, Leiter der Berufsfachschule für Altenpflege, stellte auf einer Veranstaltung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus Papenburg die Aufgaben und Ziele der Altenpflegeschule vor, die nach dem Leitbild „Pflegen mit Kopf, Hand und Herz“ ausbildet.

Als wichtigen Kern der Unterrichtsorganisation bezeichnete er den Wechsel von Theorieunterricht und Praxis in den verschiedenen Einsatzfeldern der Alten- und Krankenpflege sowie die zukunftsgewandte Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern, die aktiv ausbilden.
Mit 2.400 Unterrichtsstunden Theorie bei 36 Unterrichtsstunden pro Unterrichtswoche und 2.500 Stunden Praxis in einer 39-Stunden-Woche werden die Altenpflegeschülerrinnen umfassend für den Beruf des Altenpflegers, bzw. der Altenpflegerin vorbereitet. Dabei spielt der Projektunterricht eine wichtige Rolle. Lernen auf Augenhöhe mit den 4 hauptamtlichen und 15 Honorar-Lehrkräften oder „Peer-Learning“ gehören zu den Stärken der Ausbildungsstätte, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum begeht.
Neben der konkreten Ausbildung bezog sich der Vortrag von Jürgen Kothe auf die Pflege von älteren Menschen als große Herausforderung für die Kommune. Er machte darauf aufmerksam, dass zukünftig mit einer immensen Steigerung von Pflegebedürftigen zu rechnen ist. Gleichzeitig gäbe es unter den Pflegebedürftigen eine steigende Zahlen von an Demenz Erkrankten, zunehmende Zahlen an Schwerbehinderten und Alkoholkranken. Außerdem ist mit einem Demographie bedingten sinkenden Unterstützungspotential von Familienangehörigen zu rechnen. Es  zeichnet sich schon jetzt ein Fachkräftemangel an gut ausgebildeten AltenpflegerInnen ab.
Herausragende Bedeutung für die Zukunft der Altenpflege in Papenburg ist nach seiner Auffassung eine „quartiersnahe Versorgung“ mit einem vernetzten Hilfe-Mix aus Selbsthilfe und Pflegeeinrichtungen oder Angeboten. Er präsentierte den Besuchern ein ganzes Füllhorn von Angeboten für Pflegedürftige in der Stadt. Sie reichten von einem angemessenen Stellplatz für Wohnmobile auf dem Marktplatz, über Kultur- und Freizeitarbeit bis zu weiteren alternativen Wohnformen von Pflegebedürftigen. Um solche Aktivitäten  in Papenburg voran zu bringen, empfahl er, dass die verantwortlichen in Politik und  Stadtverwaltung eine regionale Pflegekonferenz einrichten. Es ist notwendig dass alle Beteiligten sich aktiv im Netzwerk einbringen mit dem Ziel im gemeinsamen Dialog diese Zukunftsfragen für eine lebendige Kommune zu realisieren.