SPD-AG60plus begrüßt Änderungen in der Pflegeversicherungen

Papenburg, 24.04.2017: Raissa Lögers vom Pflegestützpunkt des Landkreises Emslandes berichtete auf einer Veranstaltung der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus Papenburg über den emsländischen Pflegestützpunkt und über Leistungen der Pflegeversicherung. Die Beratung des Pflegestützpunktes sei individuell, unabhängig und kostenlos und die Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht.

An ihn können sich alle älteren Menschen mit ihren Fragen zur Lebens- und Alltagsbewältigung, aber auch alle Anbieter von Unterstützungsleistungen wenden. Der Pflegestützpunkt (SPN) hilft in allen Fragen rund um die Pflege nicht nur für Seniorinnen und Senioren, sondern berät unabhängig für alle Alterstufen.
Er unterstützt bei dem Aufbau eines lokales Netzwerkes von ehrenamtlichen, nachbarschaftlichen und professionellen Anbietern. Ziel ist es vor allem, die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit älterer Menschen gezielt zu unterstützen.
Raissa Lögers berichtete, dass durch die seit Jahresbeginn wirkende Pflegereform bisher rund 80.000 Menschen Pflegeleistungen bekommen haben, die sonst leer ausgegangen wären. Seit Jahresbeginn spielt nicht mehr der Zeitaufwand für die Pflege die ausschlaggebende Rolle, sondern der Grad der Selbstständigkeit.
Statt in drei Pflegestufen werden die Menschen in fünf Pflegegrade eingeteilt. Vor allem viele Demenzkranke hätten auf die Umstellung gewartet. Die Leistungen der Pflegeversicherungen verfolgen den Grundsatz der Stärkung der ambulanten Pflege. Da das Ausmaß der Leistungen der Pflegeversicherung inzwischen sehr komplex ist und von Laien schwer zu übersehen ist, empfahl Raissa Lögers allen Mitbürgern sich frühzeitig über die Möglichkeiten und Anforderungen zu informieren. Dafür steht der Pflegestützpunkt Emsland zur Verfügung.
Peter Raske wies darauf hin, dass neuerdings stationäre Plätze in Heimen mit geringem baulichen Aufwand in ambulante Pflegeplätze umgewandelt werden, um die  verbesserten Leistungen der ambulanten Pflege zu erhalten und sich damit eine einträglichere Finanzierung der Einrichtung zu verschaffen. Dies müsste für die Zukunft kritisch hinterfragt werden und vielleicht bedarf es dabei einer Nachbesserung des Pflegegesetzes.
Am Schluss der Veranstaltung bedankten sich die Teilnehmer für die umfassenden Informationen und versicherten, dass sie im Bekanntenkreis den Pflegestützpunkt als Beratungsstelle weiterempfehlen werden.